Gedanken & innere Reaktionen · Hypnosegestützter Zugang

Innere Ambivalenz klären

Widersprüchliche Anliegen verstehen, statt eines davon zu übergehen. Ein Teil möchte Veränderung, ein anderer hält am Vertrauten fest. Beides kann einen nachvollziehbaren Grund haben, der bei einer tragfähigen Entscheidung berücksichtigt werden sollte.

Typische Situationen

Woran Sie das Thema erkennen können

  • Sie entscheiden sich wiederholt und ziehen die Entscheidung kurz darauf zurück.

  • Ein Veränderungswunsch ist klar, zugleich gibt es starke Gründe, am Vertrauten festzuhalten.

  • Sie verurteilen einen Teil Ihrer eigenen Reaktion, obwohl er Sie möglicherweise schützen möchte.

  • Zwei wichtige Bedürfnisse scheinen sich gegenseitig auszuschließen.

Gemeinsame Arbeit

Was wir genauer betrachten

Innere Widersprüche sind nicht automatisch ein Zeichen mangelnder Entschlossenheit. Häufig stehen dahinter verschiedene berechtigte Bedürfnisse, etwa Entwicklung und Sicherheit oder Nähe und Schutz.

Wir geben den unterschiedlichen Anliegen eine klare Sprache, suchen ihre gemeinsame Absicht und prüfen, welche Lösung möglichst wenig Wichtiges übergeht. Eine sofortige Einigung wird nicht erzwungen.

Hypnose in der Beratung: Unterschiedliche innere Anliegen können in fokussierter Aufmerksamkeit nacheinander Raum erhalten, ohne einen Teil vorschnell zu übergehen.

Nachvollziehbarer Prozess

So strukturieren wir die gemeinsame Klärung

  1. 01

    Positionen benennen

    Wir beschreiben die unterschiedlichen inneren Anliegen in einer respektvollen und konkreten Form.

  2. 02

    Absichten verstehen

    Wir klären, welches Bedürfnis oder welcher Schutzgedanke hinter jeder Position stehen könnte.

  3. 03

    Gemeinsamen Boden suchen

    Wir prüfen, welche übergeordneten Anliegen beide Seiten teilen und welche Bedingungen wichtig sind.

  4. 04

    Stimmigen Schritt entwickeln

    Wir formulieren eine Möglichkeit, die zentrale Bedürfnisse berücksichtigt und im Alltag überprüft werden kann.

Fiktives Beispiel

Beispiel aus einer typischen Alltagssituation

Sofia möchte eine Weiterbildung beginnen, verschiebt die Anmeldung aber immer wieder. Im Gespräch erkennt sie neben ihrer Neugier auch die Sorge, Familie und Arbeit zu überlasten. Sie prüft daraufhin zunächst ein kleineres Format mit klarer zeitlicher Grenze.

Muss am Ende sofort eine Entscheidung stehen?

Nein. Manchmal ist zunächst klarer, welche Information, Grenze oder Rahmenbedingung noch fehlt.

Wird eine Seite des Konflikts als falsch bewertet?

Nicht vorschnell. Wir prüfen die jeweilige Funktion und zugleich die tatsächlichen Folgen im heutigen Alltag.

Kann das auch bei kleinen Alltagsfragen hilfreich sein?

Ja. Gerade wiederkehrendes Aufschieben oder wechselnde Zusagen können auf unberücksichtigte Anliegen hinweisen.

Nächster Schritt

Innere Ambivalenz klären: Ihr nächster Schritt

Im Kennenlerngespräch schauen wir darauf, welche inneren Reaktionen Sie besser verstehen oder neu ausrichten möchten. Online oder vor Ort in Wien.